Donnerstag, 19. November 2009

K 54 - 58

16 11 2009

K 54 gespielt von Wladimir Horowitz und Joanna Leach. „ein sehr schönes, interessantes Stück. Diesmal gefällt mir nicht Horowitz am besten – er spielt es „überirdisch“ wie immer, ich ziehe Leach vor, die die Sonate sehr lebendig spielt.“ Diese Beschreibung stimmt für mich nach wie vor. Leach´s Einspielung ist auch etwas kantiger. Wunderschön.

17 11 2009
K 55 und K 56 in der Ross´schen Cembaloeinspielung – erstere Sonate ist pianistischer, letztere musikalischer.

18 11 2009
K 57 Scott Ross präsentiert mit dieser Sonate das Cembalo als etwas exotisches Instrument.

19 11 2009
K 58 gespielt von Pierre Hantai am Cembalo, ein ganz eigentümlicher Klang, eine ganz eigentümliche Stimmung. Es ist „Eine 4 teilige Fuge, die dritte von fünf Fugen, die Scarlatti schrieb (K30, 41, 58, 93, 417). Ein sehr schönes, für Ohren und Herz erholsames Stück, curarum levamen.“ zum öfters Hören!

Sonntag, 15. November 2009

Freitag, der 13.

13 11 2009
Freitag, der 13., kein Grund zur Panik oder sich zu ärgern. K 49, K 50, K 51 – allesamt anspruchsvolle Scarlattisonaten. K 52 ist ein schöner Wochenausklang, sehr ruhig, medidativ gespielt von Wladimir Horowitz.

14 11 2009
Die restlichen Einspielungen von K 52: von Gustav Leonhardt und Scott Ross, beide am Cembalo, beide langsam (Andante moderato), Leonhardt bedächtig, Ross meditativ – von ihm ist dies eine der schönsten Scarlatti-Sonateneinspielungen.

15 11 2009
K 53: „Beim Anhören kommt mir das Bild fliessenden Wassers in den Sinn, wie es gluckst, gurgelt, dahin strömt, über den Rand schwappt.“ Ein beschwingter Tagesausklang.

Donnerstag, 12. November 2009

11.11. & more

11 11 2009
Faschingsbeginn mit K 45 „(L 265) in D-Dur, Allegro, auch eine der „glanzreichen“ Sonaten (Kirkpatrick). Augen zu, der Obertonreiche Klang des Cembalos hebt mich aus der Linearität der Zeit heraus und lässt mich in einem Klangraum schweben.“ Na ja, hat aber nix mit Fasching zu tun, zu schwere Kost. K 46 ist ähnlich, hinzu kommen „plötzliche Sprünge von einer Tonart in die andere, grösste thematische Kontrastierung, gegensätzliche Phrasen, rhetorische Pausen, ja eine“plötzliche totenstille Pause, der leere Takt, der durch eine Fermate noch verlängert wird“ und rhythmische Einheiten, die sich aus der Organisation der Notenwerte und nicht aus dem Metrum ergeben (Kirkpatrick 1972, S.275, 310, 319f.)“

12 11 2009
K 47, endlich wieder eine Klavierfassung (von Rövenstrunck), dennoch weiterhin „schwere Kost“, die aber gut zu meiner Stimmung paßt. K48 – fulminant.

Montag, 9. November 2009

Die nächsten 3

09 11 2009
Sonate K 39 (L 391) in A-Dur, Allegro. Den Anfang macht Teodoro Anzellotti auf dem Akkordeon, flott gespielt, dieses Stück eignet sich gut für sein Instrument. Dann Wladimir Horowitz, er spielt die Sonate in halsbrecherischem, eigentlich: finger- und ohrenbrecherischem Tempo. Auch Scott Ross zeigt hier seine ganze Virtuosität. Maria Tipo kann sich der Verlockung das pianistische Können zu demonstrieren auch nicht ganz entziehen, ihre Einspielung ist aber beseelter als die vorhergehenden. Christian Zacharias spielt sie lockerer, spielerischer, mühelos – und doch in einem Affentempo. Die kurze Sonate K 40, ein „delightful minuet in pure Classical style“ (Begleitheft Scott Ross), bietet da nach 5 mal Powerplay eine Verschnaufpause. Bemerkenswert ist Konstantin Scherbakovs wunderschöne, ruhige Aufnahme. Vollends zur Ruhe komme ich bei K 41 in der (für ihn aussergewöhnlich langen) Fassung von Johannes Rövenstrunck. Für Kirkpatrick steht diese Fuge „...in der orthodoxen Tradition der italienischen Orgelfuge des 18.Jahrhunderts, wie sie sich in den Sammeldrucken Arestis bis zu den Fugen in Clementis Practical Harmony zeigen, die fälschlich Frescobaldi zugeschrieben werden.“ (Kirkpatrick 1972,S.182)

Zum Schluß noch ein Hinweis auf den Domenico Scarlatti Wire: Comprehensive News Feed for Domenico Scarlatti (http://www.topix.net/wire/who/domenico-scarlatti).

Sonntag, 8. November 2009

Rainy Sunday

08 11 2009
Heute war ein verregneter Sonntag, wird mich die Sonate K 36 daran erinnern oder aufheitern? Ich höre die Regentropfen und eine lichtgraue Melancholie. K 37 „(L 406) in c-moll, 'ist ein Allegro, das in der 1739 von Thomas Roseingrave veröffentlichten Sammlung herauskam. Diese Kollektion enthält neben den bereits 1738 publizierten dreissig Essercizi zwölf weitere Sonaten und eine Fuge sowie ein Stück von Roseingraves eigener Erfindung. Roseingrave war 1709 vom Dekan und Kapitel der Dubliner St. Patrick’s Cathedral nach Italien geschickt worden. In Italien hatte er Scarlatti kennen gelernt, dem er später nach Rom und Neapel folgte. Seit 1715 lebte er in London, wo er sich für Scarlattis Werke stark machte. Eine unglückliche Herzensaffaire raubte ihm später den Verstand und führte ihn schliesslich nach Irland zurück, wo er 1766 starb. Scarlattis Sonate c-Moll ist ein brillantes Werk offenkundig frühen Datums, indem man den Einfluss von Vivaldi nachgewiesen hat.' Keith Anderson“ und K 38 in der Ross´schen Cembalofassung lassen den Tag aber „versöhnlich-heiter“ ausklingen. Morgen dann K 39, von der ich wieder mehrere interessante Versionen zur Verfügung habe.

Samstag, 7. November 2009

K 28 - 35

06 11 2009
K 28 leitet das Wochenende ein. Ich habe nur die Aufnahme aus der Ross´schen Gesamtaufnahme. Klingt wie ein Übungsstück für Cembalisten. K 29 ist musikalisch anspruchsvoller, ich höre sie in Michail Pletnevs abwechslungsreicher Interpretation. K 30 meisterhaft gespielt von Johannes Roevenstrunck läßt mich die Ruhe und Entspannung nach dieser Arbeitswoche finden.
Nächtens dann noch auf dem Nachhauseweg über die Gmundner Esplanade am Traunsee nochmals K 30, diesmal vom Duo Poetico Musicale und in einer traumhaft schönen Interpretation von Yevgeny Sudbin. K 31 „(L 231) in g-moll, Allegro spricht mich sehr an, melodisch interessant, reich an Klangfarben. Sie ist noch sehr den Sonaten der Essercizi verwandt mit ihren '...repeated phrases, contrasting figurations, leaping apreggios, expanding and diminishing intervals, and octave doublings.' (Kirkpatrick 1983, S.155)“ Das war mir zu so später Stunde nicht bewußt, stimmt aber. K 32 von Roberto Aussel auf der Gitarre gespielt sowie in der Harfenversion von Susan Miron – Gute-Nacht-Musik auf höchstem Niveau.

07 11 2009
K 33, der große Horowitz, er spielt sie natürlich virtuos. Die „einfachere“ Version von Roevenstrunck gefällt mir aber besser. K 34 von Scott Ross am Cembalo gespielt, eine sehr aparte Miniatur – das fand ich auch schon vor 2 Jahren: „ K 34 (L S.7) in d-moll, Larghetto: eine kurze Sonate im 3/4 Takt, sehr apart, Ross spielt sie mit einigen Brüchen, vielleicht würde es sonst zu lieblich klingen?“ Zu guter Letzt: „K 35 (L 386) in g-moll, Allegro, eine Toccata, die auch von Händel sein könnte (Scott Ross). Kirkpatrick meint 'Dieses Stück könnte übrigens leicht jedem beliebigen Komponisten des frühen 18.Jahrhunderts zugeschrieben werden.' (Kirkpatrick 1972, S.181). Ja, vielleicht. Für mich ist es einfach schöne Scarlatti Musik.“ So ist es! Irgendwie ist mein Leben reicher seit ich wieder Scarlattis Musik höre !?

Donnerstag, 5. November 2009

K 25 - 27

05 11 2009
Auch heute begleitet mich Scarlatti in der Mittagspause: K 25, K 26 und K 27. Zur Entspannung zunächst Susan Mirons Harfenversion von K 25 und als Kontrast dazu Wladimir Horowitz´ens Powerplay. Sehr schön ist Michail Pletnevs ausgedehnte, fast 6 minütige Version am Klavier. Im Gegensatz dazu K 26 „(L 368) in A-Dur, Presto– ein relativ kurzes Stück, auffallend die markanten Bassläufe.“ Die Sonate K 27 ist wiederum eine sehr beliebte, oft gespielte und aufgenommene Scarlattisonate mit hohem Wiedererkennungswert. Ich entscheide mich für eine Liveaufnahme vom 29.11.2004 (Radio Bremen) des Duo Poetico Musicale mit Mikado Schneegass am Klavier und Christoph Riedlberger, Flöte. Zum Ausklang dann noch die Aufnahme mit Joanna Leach, Klavier.